Ein WLAN-Drucker, der ständig die Verbindung verliert, hat meistens kein „Druckerproblem“, sondern ein Heimnetz-Problem. In den meisten Haushalten hängt es an zwei, drei wiederkehrenden Ursachen wie 2,4-GHz-WLAN, wechselnden IP-Adressen, Mesh-Übergaben, Energiesparmodi oder einer ungünstigen Position. Wenn du diese Punkte nacheinander sauber abarbeitest, wird der Drucker wieder zuverlässig erreichbar, ohne dass du ihn dauernd neu starten oder löschen und neu hinzufügen musst.
Erst einordnen: Was genau bedeutet „verliert Verbindung“?
Bevor du Einstellungen änderst, lohnt es sich, das Verhalten klar zu benennen. Dadurch triffst du schneller die richtige Maßnahme.
Ein Drucker kann aus drei Gründen „weg“ sein:
Der Drucker ist im WLAN, aber dein PC findet ihn nicht mehr. Dann lässt sich der Drucker manchmal über Handy oder ein anderes Gerät noch ansprechen, nur Windows oder macOS zeigt ihn nicht zuverlässig an. In diesem Fall ist oft die IP-Adresse gewechselt, die Namensauflösung hakt oder der Drucker ist im System falsch gespeichert.
Der Drucker ist nicht mehr im WLAN. Dann zeigt das Display am Drucker häufig kein WLAN-Symbol, ein Fehlercode, oder die Verbindung wirkt getrennt. Das ist oft ein Funk- oder Router-Thema, manchmal auch ein Energiesparmodus, der zu aggressiv ist.
Der Drucker ist zwar im WLAN, steht aber in Windows auf Offline. Dann ist die Verbindung manchmal da, aber der PC greift auf eine falsche Warteschlange, einen falschen Port oder einen alten Eintrag zu. Das ist häufig ein Windows-Problem und nicht zwingend ein WLAN-Problem.
Wenn du diese drei Varianten auseinanderhältst, sparst du dir viel Zeit. Du musst nicht am Router drehen, wenn Windows nur auf einen alten Drucker-Port zeigt, und du musst nicht in Windows suchen, wenn der Drucker sich im WLAN gar nicht mehr anmeldet.
Schnelle Diagnose in wenigen Minuten
Mit diesen Beobachtungen findest du sehr schnell heraus, in welchem Bereich du suchen solltest.
Prüfe zuerst am Drucker selbst: Ist das WLAN-Symbol da, zeigt er den Namen deines WLANs, und hat er eine IP-Adresse? Viele Drucker zeigen in den Netzwerkeinstellungen die IP an. Wenn dort gar nichts steht oder eine ungewöhnliche Adresse auftaucht, ist das schon ein starker Hinweis.
Dann schaust du in den Router: In der Geräteliste muss der Drucker auftauchen, wenn er wirklich im Heimnetz hängt. Wenn du einen Telekom-Router nutzt, heißt das je nach Modell eher Heimnetz, Netzwerkgeräte oder verbundene Geräte. Entscheidend ist weniger die Bezeichnung, sondern ob du den Drucker mit einer IP-Adresse siehst.
Als drittes machst du einen Vergleich: Funktioniert der Druck vom Smartphone, während der PC streikt? Oder ist der Drucker für alle Geräte weg? Wenn er für alle weg ist, liegt es fast immer am WLAN oder am Drucker. Wenn nur ein Gerät Probleme hat, ist es häufig eine lokale Konfiguration auf diesem Gerät.
Die häufigsten Ursachen, wenn ein WLAN-Drucker ständig abbricht
2,4 GHz und 5 GHz passen nicht zusammen
Sehr viele WLAN-Drucker unterstützen nur 2,4 GHz. Wenn du ein Heimnetz hast, in dem 2,4 GHz und 5 GHz unter demselben Namen laufen, kann das im Alltag funktionieren, aber es kann auch zu Verwirrung führen. Manche Router steuern Geräte automatisch zwischen den Bändern. Wenn der Drucker aber nur 2,4 GHz kann, während Laptop und Smartphone oft in 5 GHz hängen, entsteht zwar kein echtes Problem, aber es kann zu Situationen kommen, in denen Discovery und automatische Druckersuche unzuverlässig werden, besonders in Mesh-Umgebungen.
Dazu kommt: 2,4 GHz ist in vielen Gegenden stark belegt. Das Band hat Reichweite, aber wenig Platz. Wenn viele Nachbarn und viele IoT-Geräte funken, wird 2,4 GHz schnell zäh und fehleranfällig. Ein Drucker reagiert darauf oft empfindlicher als ein Smartphone, weil die WLAN-Hardware meist simpler ist.
Wechselnde IP-Adressen machen die Verbindung instabil
Das ist einer der Klassiker: Der Drucker bekommt vom Router per DHCP eine IP-Adresse. Nach einem Neustart, nach einem Router-Update oder nach längerer Standzeit bekommt er eine andere IP. Dein PC versucht aber weiter, über die alte Adresse zu drucken. Ergebnis: Drucker offline oder Druckauftrag hängt.
Viele Nutzer merken das daran, dass nach einem Neustart plötzlich wieder alles geht, aber nach ein paar Tagen wieder nicht. Das ist oft kein Zufall, sondern ein Wechsel der Adresse oder eine alte Zuordnung im System.
Mesh, Repeater und WLAN-Übergaben
Ein Drucker ist kein Smartphone. Er ist stationär und soll sich nicht ständig neu verbinden. In Mesh- oder Repeater-Setups passiert jedoch genau das, wenn der Drucker knapp an der Reichweitengrenze hängt. Dann versucht er, zwischen Knoten zu wechseln oder verliert kurz das Signal. Für Video-Streaming fällt so etwas kaum auf, für Drucker-Discovery und Warteschlangen ist es oft tödlich.
Besonders problematisch ist ein Repeater, der selbst nur schwaches Signal hat. Dann hat der Drucker zwar WLAN, aber es ist wacklig.
Energiesparmodus am Drucker oder am Router
Viele Drucker gehen in einen Schlafmodus und reduzieren dabei ihre Netzwerkaktivität. Manche bleiben dann im WLAN verbunden, sind aber für Geräte im Netz nicht mehr erreichbar, bis sie aufgeweckt werden. Das äußert sich so, dass Druckaufträge hängen bleiben, bis du am Drucker eine Taste drückst oder er von selbst aufwacht.
Auch Router können Stromsparfunktionen haben, die einzelne Geräte in einem „schlafenden“ Zustand weniger aktiv behandeln. Das ist nicht immer der Hauptgrund, kann aber ein Verstärker sein, wenn das WLAN ohnehin nicht stabil ist.
Kanalwechsel und Störungen
Wenn der Router in 2,4 GHz ständig den Kanal wechselt oder in einem überfüllten Kanal steckt, kann das die Verbindung eines Druckers instabil machen. Drucker sind oft nicht besonders gut darin, sich bei wechselnden Bedingungen schnell zu fangen. Ein fester, ruhiger Kanal kann hier mehr bringen als jede Neuinstallation.
Windows-Port, Treiber oder Warteschlange passt nicht mehr
Wenn der Drucker im WLAN stabil ist, aber Windows sagt Offline, liegt es sehr häufig an der lokalen Druckerkonfiguration. Typisch sind doppelte Druckereinträge, ein falscher Anschluss-Port, eine umgestellte WSD-Zuordnung oder ein Treiber, der nach Updates zickt. Das wirkt dann wie WLAN, ist aber in Wahrheit ein Zuordnungsproblem im Betriebssystem.
Sofortmaßnahmen, die oft direkt Ruhe bringen
Wenn du das Problem schnell stabilisieren willst, ohne sofort alles umzubauen, gehe in dieser Reihenfolge vor. Sie ist so gewählt, dass du zuerst die wahrscheinlichsten Ursachen triffst.
- Drucker kurz komplett stromlos machen, nicht nur Standby. Damit startet das WLAN-Modul sauber neu.
- Im Router prüfen, ob der Drucker im Heimnetz erscheint und welche IP er hat.
- Drucker näher an den Router bringen oder den Router näher an den Drucker, nur zum Test. Wenn es dann stabil wird, ist es ein Funkproblem.
- Auf dem PC den Drucker einmal entfernen und neu hinzufügen, aber dabei direkt über die IP-Adresse, nicht über automatische Suche.
- Danach im Router eine feste Zuordnung für die IP-Adresse des Druckers setzen, damit sie sich nicht mehr ändert.
Schon diese fünf Punkte lösen in vielen Haushalten den Großteil der Fälle, weil sie die häufigsten Ursachen abräumen: Funkgrenze und IP-Wechsel.
Router richtig einstellen, damit der Drucker nicht ständig abreißt
2,4-GHz-WLAN bewusst stabil halten
Für Drucker zählt nicht maximale Geschwindigkeit, sondern Konstanz. Ein stabiler 2,4-GHz-Kanal und saubere Reichweite sind wichtiger als ein theoretisch schnelleres Setup.
Wenn dein Router eine automatische Kanalwahl hat und du immer wieder kurze Unterbrechungen oder Aussetzer bemerkst, kann ein fester Kanal helfen. In 2,4 GHz sind in vielen Umgebungen die Kanäle 1, 6 oder 11 sinnvoll, weil sie sich nicht gegenseitig überlappen. Welcher davon am ruhigsten ist, hängt von deiner Umgebung ab.
Auch die Kanalbreite spielt eine Rolle. Wenn du eine sehr breite Einstellung nutzt, wird das Band empfindlicher gegenüber Störungen. Eine moderate Breite ist für Drucker oft die bessere Wahl, weil es weniger Konflikte gibt.
Drucker nicht ins Gastnetz
Ein Drucker muss im Heimnetz sein. Im Gastnetz sind lokale Geräte in vielen Routern absichtlich abgeschottet. Dann kann dein Handy ins Internet, aber nicht auf Drucker, NAS oder andere Geräte zugreifen. Wenn ein Drucker aus Versehen im Gastnetz hängt, sieht er für Heimnetz-Geräte aus wie verschwunden.
WLAN-Isolation ausschalten, wenn sie aktiv ist
Manche Access Points oder Repeater haben eine Funktion, die Geräte voneinander trennt. Dann funktioniert Internet, aber lokale Dienste wie Drucken brechen. Das ist vor allem bei Repeatern oder separaten Access Points ein häufiger Auslöser. Wenn du so eine Einstellung findest, sollte sie im Heimnetz deaktiviert sein.
Mesh-Knoten so platzieren, dass der Drucker nicht am Rand hängt
Wenn du Mesh nutzt, sollte der Drucker nicht in einer Ecke mit knappem Signal hängen. Besser ist ein Mesh-Knoten in der Nähe des Druckers, der selbst ein starkes Signal zum Router hat. So entsteht eine stabile Funkstrecke. Ein Knoten mit schlechtem Uplink macht den Drucker nicht stabiler, sondern nur erreichbar mit schlechten Bedingungen.
Geräteliste ordnen und wiedererkennen
Bei vielen Geräten im Heimnetz wird die Router-Geräteliste schnell unübersichtlich. Wenn Geräte nur Standardnamen tragen, wird das Ganze schnell unklar. Es lohnt sich, den Drucker im Router eindeutig zu benennen, damit du ihn später sofort findest und nicht rätseln musst, welches Gerät gerade welche IP hat.
IP-Adresse stabilisieren: Der wichtigste Schritt für dauerhafte Erreichbarkeit
Wenn ein WLAN-Drucker immer wieder „weg“ ist, steckt extrem oft eine wechselnde IP dahinter. Die beste Lösung ist eine feste Zuordnung im Router, häufig als DHCP-Reservierung oder feste IP-Zuweisung bezeichnet. Dabei bekommt der Drucker weiterhin automatisch eine IP, aber immer dieselbe.
Warum das so viel bringt: Windows, macOS und Apps merken sich den Pfad zum Drucker. Wenn der Drucker plötzlich eine andere IP hat, stimmt dieser Pfad nicht mehr. Eine feste Zuordnung verhindert genau dieses Problem.
Wenn du stattdessen eine feste IP am Drucker selbst einstellst, kann das ebenfalls funktionieren. Dann musst du aber darauf achten, dass du keine Adresse wählst, die der Router irgendwann einem anderen Gerät geben könnte. Für die meisten Haushalte ist die Reservierung im Router der einfachere und stabilere Weg.
Drucker im WLAN richtig positionieren
Ein Drucker steht oft da, wo er optisch passt, nicht da, wo Funk gut ist. In der Praxis ist ein Drucker aber ein schwieriger WLAN-Client, weil er häufig in einer Nische steht, neben Metall, neben dicken Möbeln, manchmal sogar in einem Schrank.
Diese Punkte verbessern das WLAN-Signal oft sofort:
Der Drucker sollte nicht direkt hinter einem großen Fernseher oder in einem Metallregal stehen. Metallflächen reflektieren und dämpfen Funk stark.
Auch die Nähe zu großen Netzteilen, Mehrfachsteckdosen, Powerline-Adaptern oder DECT-Basen kann stören. Wenn du den Drucker testweise nur einen Meter anders stellst und es wird stabiler, hast du die Ursache gefunden.
Bei Druckern ist außerdem die Höhe relevant. Am Boden, neben einer Wand und unter einem Schreibtisch ist Funk meist schlechter als auf Tischhöhe oder etwas freier.
Windows: Wenn der Drucker im WLAN ist, aber auf Offline steht
Wenn der Router den Drucker sieht und auch andere Geräte ihn erreichen, aber Windows zickt, lohnt sich der Blick auf diese typischen Punkte.
Doppelte Druckereinträge löschen
Sehr häufig entstehen im Laufe der Zeit mehrere Druckerinstanzen: einmal per WSD entdeckt, einmal manuell hinzugefügt, einmal als Hersteller-App. Dann druckst du aus Versehen auf den falschen Eintrag. Das wirkt wie eine instabile Verbindung, ist aber nur eine falsche Auswahl.
Lösche alte Einträge und behalte nur den, der sauber über IP eingerichtet ist.
Den Port auf die feste IP setzen
In den Druckereigenschaften kannst du prüfen, über welchen Anschluss gedruckt wird. Wenn dort ein WSD-Port genutzt wird, kann das bei manchen Setups unzuverlässig sein. Stabiler ist oft ein Standard-TCP/IP-Port, der direkt auf die feste IP des Druckers zeigt.
Sobald die IP reserviert ist, bleibt dieser Port zuverlässig.
Druckwarteschlange und Spooler entlasten
Wenn Druckaufträge hängen bleiben, kann die Warteschlange das System blockieren. Dann wirkt es so, als wäre der Drucker offline, obwohl nur ein Auftrag festhängt. In solchen Fällen hilft es, die Warteschlange zu leeren und den Druckdienst sauber neu zu starten. Wichtig ist danach, die eigentliche Ursache zu beheben, damit es nicht wieder passiert, etwa eine instabile Verbindung oder eine wechselnde IP.
macOS, iPhone und iPad: Wenn es mal geht und mal nicht
Auf Apple-Geräten hängt die Sichtbarkeit stark an Bonjour und dem lokalen Netzwerk. Wenn dein iPhone den Drucker manchmal sieht und manchmal nicht, liegt es häufig an WLAN-Trennung, Mesh-Übergaben oder daran, dass der Drucker im Schlafmodus nicht sauber erreichbar ist.
Ein stabiler Weg ist, den Drucker per fester IP zu betreiben und ihn in der Drucker-Konfiguration sauber zu hinterlegen. Dann ist die automatische Suche weniger wichtig.
Achte außerdem darauf, dass iPhone und Drucker wirklich im gleichen Heimnetz sind. Ein versehentliches Gastnetz oder ein zweites WLAN mit ähnlichem Namen sorgt schnell für Verwirrung.
Android: Warum es in manchen Apps nicht erscheint
Android zeigt Drucker je nach Hersteller-App oder Systemdienst unterschiedlich an. Es kann sein, dass der Drucker im Netzwerk da ist, aber die App ihn nicht findet, weil sie nur bestimmte Protokolle sucht. Sobald die IP stabil ist und der Drucker im Router sichtbar bleibt, kannst du meist auch über Hersteller-Plugins oder Systemdruckdienste eine stabile Einrichtung erreichen. Wenn es trotzdem schwankt, ist fast immer das WLAN oder der Schlafmodus am Drucker der Auslöser, nicht Android selbst.
Energiesparmodus am Drucker richtig einstellen
Viele Drucker haben mehrere Energiestufen: Display aus, Ruhemodus, tiefer Schlaf. Wenn du merkst, dass der Drucker nach längerer Pause nicht erreichbar ist und erst nach Tastendruck wieder auftaucht, ist das oft genau diese Einstellung.
Je nach Nutzung kann es sinnvoll sein, den tiefsten Schlafmodus etwas später zu aktivieren oder Funktionen wie WLAN im Standby aktiv zu lassen. Das kostet minimal Energie, spart aber im Alltag viel Nerven, wenn du regelmäßig drucken willst.
Ein praktischer Ansatz ist: Wenn du selten druckst, kann ein tiefer Schlaf okay sein, solange du weißt, dass der erste Druckauftrag ihn weckt. Wenn du täglich druckst oder der Drucker in einem Haushalt mit vielen Geräten zuverlässig verfügbar sein soll, ist eine weniger aggressive Schlafstufe oft die bessere Wahl.
Wenn das Heimnetz groß ist: Drucker per LAN anbinden
Die stabilste Lösung ist, den Drucker per LAN-Kabel an den Router oder an einen Switch zu hängen. Dadurch fällt die Funkstrecke weg, und der Drucker ist im Netz so stabil wie ein stationärer PC.
Gerade bei Mesh und vielen Geräten ist das oft der entscheidende Schritt: Das WLAN wird entlastet, und der Drucker hängt nicht mehr am Rand eines Funknetzes.
Wenn LAN nicht möglich ist, ist ein Access Point nahe am Drucker häufig besser als ein Repeater irgendwo am Rand. Das Ziel ist immer dasselbe: Der Drucker braucht ein starkes, ruhiges Signal.
Typische Praxisbeispiele aus dem Alltag
Praxisbeispiel 1: Drucker verschwindet nach Router-Neustart
Nach einem Neustart ist der Drucker im Router sichtbar, aber Windows zeigt Offline. Ursache ist eine neue IP-Adresse, während Windows noch auf die alte Adresse druckt. Mit einer IP-Reservierung im Router und einem Drucker-Port, der auf diese feste IP zeigt, bleibt der Drucker danach dauerhaft erreichbar.
Praxisbeispiel 2: Drucker funktioniert morgens, abends nicht
Morgens ist alles ruhig, abends bricht die Verbindung häufig ab. In Mehrfamilienhäusern ist das typisch: 2,4 GHz wird abends voller, Störungen steigen, und ein Drucker am Rand der Reichweite fällt zuerst. Eine bessere Platzierung, ein Mesh-Knoten näher am Drucker oder ein fester Kanal im 2,4-GHz-Band stabilisieren die Verbindung deutlich.
Praxisbeispiel 3: Drucker geht in den Schlaf und ist dann nicht auffindbar
Der Drucker steht lange und reagiert nicht auf Druckjobs, bis jemand am Gerät eine Taste drückt. Das wirkt wie ein WLAN-Ausfall, ist aber ein Energiesparmodus, der das Netzwerkverhalten reduziert. Mit einer angepassten Schlafstufe und einer festen IP bleibt der Drucker danach für Geräte im Heimnetz viel zuverlässiger erreichbar.
Häufige Fragen zum Thema
Warum verliert mein WLAN-Drucker immer wieder die Verbindung, obwohl das Internet stabil ist?
Internet und Heimnetz sind zwei verschiedene Dinge. Ein Drucker braucht vor allem eine stabile lokale Verbindung, die bei schwachem 2,4-GHz-Signal, Mesh-Übergaben oder Störungen schnell wackelt. Wenn der Router den Drucker in der Geräteliste nicht zuverlässig zeigt, ist es meist Funk oder Energiesparen.
Warum steht der Drucker in Windows auf Offline, obwohl er im Router sichtbar ist?
Dann ist der Drucker online, aber Windows druckt oft über eine falsche Zuordnung. Häufig ist die IP-Adresse gewechselt oder der Port ist ein WSD-Port, der nicht stabil auflöst. Eine feste IP-Reservierung und ein Standard-TCP/IP-Port lösen das Problem in vielen Fällen dauerhaft.
Muss ein WLAN-Drucker ins 2,4-GHz-Netz?
Viele Drucker unterstützen nur 2,4 GHz, daher ja. Das ist nicht schlechter, aber anfälliger für Störungen in dicht besiedelten Umgebungen. Entscheidend ist ein ruhiger Kanal und ein gutes Signal am Standort des Druckers.
Was bringt eine feste IP-Adresse beim Drucker?
Sie verhindert, dass der Drucker nach Neustarts oder nach Standzeit eine neue Adresse bekommt. Dadurch bleiben Windows, macOS und Apps auf einen stabilen Zielpunkt eingestellt. Das reduziert Offline-Probleme und erspart ständiges Neu-Hinzufügen.
Warum funktioniert Drucken vom Handy, aber nicht vom PC?
Dann ist der Drucker meist im Netz erreichbar, aber der PC ist falsch konfiguriert oder im falschen WLAN. Prüfe, ob der PC im Heimnetz ist und nicht im Gastnetz. Danach lohnt ein Blick auf den Drucker-Port und doppelte Druckereinträge.
Kann ein Repeater dafür sorgen, dass der Drucker ständig ausfällt?
Ja, besonders wenn der Drucker am Rand des Repeater-Signals hängt oder wenn der Repeater selbst nur schwaches Signal hat. Dann entstehen kurze Unterbrechungen, die Drucker schlecht abfangen. Ein Mesh-Knoten mit gutem Uplink oder ein Access Point per LAN ist deutlich stabiler.
Warum findet macOS den Drucker manchmal nicht, obwohl er da ist?
Apple-Geräte verlassen sich oft auf lokale Discovery-Dienste, die in getrennten Netzen oder bei Schlafmodi unzuverlässig werden. Wenn Drucker und iPhone nicht im gleichen Heimnetz sind, verschwindet er sofort aus der Anzeige. Mit fester IP und stabiler WLAN-Zuordnung wird es ruhiger.
Was kann ich tun, wenn der Drucker im Schlaf nicht erreichbar ist?
Prüfe die Energiespar- und WLAN-Standby-Einstellungen am Drucker. Wenn der tiefste Schlafmodus zu schnell greift, wirkt der Drucker im Netz wie weg. Eine weniger aggressive Schlafstufe oder eine WLAN-Standby-Option sorgt dafür, dass er erreichbar bleibt.
Ist LAN am Drucker wirklich so viel besser?
Für Stabilität ja, weil du die Funkstrecke eliminierst. Ein Drucker ist stationär und profitiert von Kabel sehr stark, besonders in Mesh-Umgebungen oder bei vielen Geräten. Zusätzlich entlastet LAN das WLAN, was mobile Geräte ebenfalls stabiler macht.
Kann der Router selbst zu schwach sein, wenn viele Geräte verbunden sind?
Das passiert eher selten, aber es kommt vor, wenn sehr viele Clients aktiv sind und der Router gleichzeitig Mesh, NAS-Zugriffe und hohe Last verarbeiten muss. Häufiger ist jedoch nicht die Routerleistung, sondern die Funkumgebung und Platzierung. Mit besserem Standort und zusätzlichen Access Points ist das Problem meist gelöst.
Wie verhindere ich, dass das Problem wiederkommt?
Sorge für eine feste IP-Zuordnung, ein stabiles 2,4-GHz-Signal am Druckerstandort und vermeide Grenzbereiche im WLAN. Prüfe außerdem, ob Gastnetz oder Isolation aktiv sind. Wenn der Drucker danach noch wackelt, hilft oft LAN oder ein Access Point in der Nähe.
Zusammenfassung
Wenn ein WLAN-Drucker ständig die Verbindung verliert, liegt es meist an 2,4-GHz-Störungen, schwachem Signal, Mesh-Übergaben, Schlafmodi oder wechselnden IP-Adressen. Der Router ist der beste Startpunkt: Wenn der Drucker dort zuverlässig mit einer stabilen IP auftaucht, ist das Fundament gesetzt. Danach wird es oft durch eine feste IP-Reservierung, bessere Platzierung und eine sauber eingerichtete Druckerzuordnung in Windows oder macOS dauerhaft stabil.
Fazit
Eine stabile Druckerverbindung entsteht nicht durch ständiges Neuinstallieren, sondern durch ein ruhiges Heimnetz und eine feste Adresse. Wenn du den Drucker ins passende WLAN bringst, das 2,4-GHz-Signal am Standort stärkst, die IP fest zuordnest und die Drucker-Einrichtung auf diese IP ausrichtest, verschwindet das Offline-Thema in den meisten Fällen. Sollte es trotzdem wackeln, ist der nächste sinnvolle Schritt oft eine kabelgebundene Verbindung oder ein Access Point in der Nähe, damit der Drucker nicht mehr am Rand des Funknetzes hängt.