Ein WLAN-Repeater macht ein schwaches Signal oft stabiler und reicht die Verbindung weiter, doch er verdoppelt keine Geschwindigkeit. Die Datenrate bleibt durch Funktechnik, Entfernung, Störungen und die Anbindung an den Router begrenzt. Wer mehr Tempo erwartet, muss daher zuerst prüfen, ob überhaupt das WLAN-Signal das Problem ist oder eher der Engpass im Funknetz selbst.
Der häufigste Denkfehler ist simpel: Mehr Balken auf dem Gerät bedeuten nicht automatisch mehr Durchsatz. Ein Repeater kann die Reichweite verbessern, aber jeder zusätzliche Funk-Hop kostet in der Praxis oft Leistung, besonders wenn er auf dem gleichen Frequenzband sendet und empfängt.
Warum ein Repeater das Netz stärkt, aber kein Tempo-Zauber ist
Ein Repeater arbeitet wie eine Zwischenstation. Er empfängt das WLAN-Signal des Routers und sendet es weiter, damit auch entferntere Räume versorgt werden. Dabei bleibt die physikalische Grenze der Funkstrecke erhalten, und genau dort liegt der entscheidende Punkt: Ein stärkeres Signal ist nur ein Teil der Strecke, die eigentliche Geschwindigkeit hängt von vielen weiteren Faktoren ab.
In der Praxis teilen sich Repeater und Endgerät oft denselben Funkkanal. Das bedeutet: Der Repeater muss erst Daten vom Router empfangen und sie danach an das Smartphone, den Laptop oder den Smart-TV weitergeben. Dieser doppelte Weg kostet Zeit. Je nach Gerät, Band und Umgebung sinkt der nutzbare Datendurchsatz spürbar, auch wenn die Verbindung auf dem Papier gut aussieht.
Viele erwarten außerdem, dass ein Repeater die Internetgeschwindigkeit des Anschlusses „hochzieht“. Das funktioniert natürlich nicht. Wenn der Anschluss selbst nur eine gewisse Bandbreite liefert oder mehrere Geräte parallel streamen, telefonieren und laden, bleibt auch mit Repeater nur diese gemeinsame Grenze übrig.
Woran du erkennst, wo der Flaschenhals sitzt
Bevor du am Repeater schraubst, solltest du das Problem sauber einordnen. Ein langsames WLAN kann durch schwachen Empfang, durch Störungen, durch eine ungünstige Position des Repeaters oder durch den Internetanschluss selbst verursacht werden. Jede Ursache braucht einen anderen nächsten Schritt.
Wenn Webseiten langsam laden, obwohl das WLAN-Symbol viele Balken zeigt, liegt das Problem oft nicht am Empfang. Dann lohnt ein Test direkt am Router per LAN-Kabel oder ein Speedtest in Routernähe. Ist die Verbindung dort deutlich schneller, bremst sehr wahrscheinlich die Funkstrecke zwischen Router und Repeater oder zwischen Repeater und Endgerät.
Wenn nur ein einzelnes Gerät langsam ist, die übrigen aber gut laufen, steckt die Ursache häufig im Endgerät: schwacher WLAN-Adapter, Energiesparmodus, alte Treiber, eine ungünstige Funkunterstützung oder eine App, die im Hintergrund zieht. Dann bringt ein stärkerer Repeater wenig, weil das Nadelöhr an anderer Stelle sitzt.
Hilfreich ist eine kurze Reihenfolge: erst Router in Ruhe prüfen, dann Repeater-Standort, dann Endgerät, dann die Funkbänder. Wer in dieser Reihenfolge vorgeht, spart sich viel Rätselraten und landet schneller bei einer Lösung, die wirklich wirkt.
Die wichtigsten Ursachen im Alltag
In Wohnungen und Häusern treffen meist mehrere Bremsen gleichzeitig aufeinander. Wände mit Stahlbeton, Fußbodenheizungen, Metallmöbel, Nachbar-WLANs und ungünstige Platzierung des Repeaters sorgen dafür, dass das Signal zwar ankommt, aber nicht sauber genug für hohe Datenraten ist.
Ein Repeater im letzten Zimmer ist fast immer zu weit weg vom Router. Dann bekommt er selbst nur noch ein schwaches Ausgangssignal und kann auch nichts Zauberhaftes daraus machen. Gute Praxis ist, den Repeater dort zu platzieren, wo der Router noch ein brauchbares Signal liefert, also eher auf halber Strecke zwischen Router und Problemzone.
Ein weiterer Klassiker ist das 2,4-GHz-Band. Es hat zwar größere Reichweite, ist aber oft stärker belegt und langsamer. Das 5-GHz-Band ist meist schneller, leidet jedoch stärker unter Dämpfung durch Wände. Moderne Geräte mit Wi-Fi 6 oder Mesh-Funktionen können diese Unterschiede besser ausgleichen, aber die Physik bleibt trotzdem die Chefin im Raum.
Auch die Backhaul-Verbindung, also die Verbindung zwischen Repeater und Router, entscheidet viel. Wenn diese Strecke schwach ist, bringt der beste Repeater wenig. Manche Modelle arbeiten mit einem zweiten Funkband oder sogar mit Kabel-Anbindung. Das ist oft deutlich besser als ein einfacher Single-Band-Repeater, der alles über denselben Kanal schickt.
So gehst du sinnvoll vor
Wenn das WLAN trotz Repeater lahm wirkt, hilft ein nüchterner Ablauf. Erst prüfen, ob der Router selbst schnell liefert. Dann den Repeater näher an den Router setzen und erneut testen. Danach das Funkband wechseln oder die automatische Bandwahl beobachten. Erst wenn diese Schritte nichts bringen, lohnt der Blick auf Hardware und Netzstruktur.
- Teste die Geschwindigkeit direkt neben dem Router.
- Teste sie danach am Repeater-Standort.
- Verschiebe den Repeater ein bis zwei Räume näher zum Router.
- Wechsle, falls möglich, zwischen 2,4 GHz und 5 GHz.
- Prüfe, ob ein LAN-Anschluss am Repeater oder eine Mesh-Lösung verfügbar ist.
Diese Reihenfolge wirkt simpel, ist aber in der Praxis oft die schnellste. Viele verstellen zuerst alles Mögliche im Gerät, obwohl der Standort das eigentliche Problem ist.
Was ein guter Repeater leisten kann
Ein guter Repeater verbessert die Abdeckung, stabilisiert Verbindungen und kann Funklöcher schließen. Das ist besonders nützlich für Smartphones, Smart-Home-Geräte, Laptops im Arbeitszimmer oder Streaming im Schlafzimmer. Wenn zuvor die Verbindung ständig abgerissen ist, fühlt sich die neue Stabilität wie ein großer Sprung an.
Wichtig ist aber die Erwartungshaltung. Ein Repeater ist vor allem ein Reichweitenhelfer. Er ist kein Beschleuniger, kein Turbo und kein Ersatz für eine bessere Netzplanung. Wer bereits am Rand der Funkreichweite arbeitet, wird oft eher eine stabilere, aber immer noch mittlere Geschwindigkeit sehen.
Gerade bei hohen Ansprüchen, etwa bei 4K-Streaming, großen Downloads oder Online-Gaming, macht die Latenz eine Menge aus. Ein Repeater kann zusätzliche Verzögerung einführen. Das ist im Browser kaum auffällig, in Echtzeit-Anwendungen aber deutlich spürbar.
Wenn ein anderes Setup sinnvoller ist
Manchmal ist die ehrliche Antwort: Ein Repeater ist nur die zweitbeste Lösung. Wenn möglich, ist eine kabelgebundene Verbindung zwischen Router und Access Point meist stabiler und schneller. Auch ein Mesh-System kann sinnvoll sein, wenn mehrere Räume versorgt werden sollen und die Geräte sauber zusammenarbeiten.
Ein Access Point mit LAN-Anbindung hat einen großen Vorteil: Er funkt zwar weiter, bekommt sein Signal aber per Kabel und nicht erneut per Funk. Dadurch bleibt mehr von der eigentlichen Datenrate übrig. In Häusern mit vorhandenen Netzwerkdosen oder verlegbaren Kabeln ist das oft die deutlich bessere Variante.
Mesh-Systeme sind besonders dann hilfreich, wenn du mehrere Etagen oder große Wohnflächen abdecken willst. Sie koordinieren die Funkzellen besser als ein einzelner Repeater, vor allem wenn die Geräte vom selben Hersteller stammen und sauber zusammenarbeiten. Das spart zwar kein Wunder, aber oft einiges an Ärger.
Typische Fehlannahmen im Alltag
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass die aufgedruckte Maximalrate eines Repeaters auch als echte Geschwindigkeit ankommt. Diese Werte sind Laborwerte unter idealen Bedingungen. Im Alltag gehen durch Abstand, Störungen, Protokoll-Overhead und mehrere Verbindungen deutlich Anteile verloren.
Ebenso irreführend ist die Idee, dass mehr Funkleistung automatisch besser sei. Ein kräftigeres Signal kann zwar helfen, die Verbindung zu halten, doch entscheidend bleibt die Qualität der gesamten Strecke. Ein Repeater, der zu weit vom Router entfernt steht, verstärkt am Ende vor allem ein bereits schlechtes Signal.
Auch automatische Einstellungen sind nicht immer perfekt. Manche Geräte springen zwischen Bändern oder Kanälen hin und her, wenn viele Nachbar-Netze funken. Dann sieht das Netz auf dem Papier modern aus, arbeitet aber im Alltag zäh und unruhig.
Ein Blick auf die richtigen Stellschrauben
Die wichtigste Stellschraube ist meist die Position. Danach folgen Frequenzband, Kanalwahl, Gerätekombination und der Abstand zur nächsten Wand oder Decke. Wer diese Punkte nacheinander prüft, findet häufig schon mit kleinen Änderungen spürbare Verbesserungen.
Auch die Firmware des Repeaters und des Routers spielt eine Rolle. Veraltete Software kann zu instabilen Verbindungen oder unnötig schlechten Übergaben führen. Ein Update ist kein Wundermittel, aber eine saubere Basis, bevor du tiefer suchst.
Wenn möglich, solltest du auch darauf achten, dass Router und Repeater zusammenpassen. Geräte aus derselben Produktfamilie oder mit Mesh-Unterstützung verhalten sich meist besser als zusammengewürfelte Einzellösungen. Das zeigt sich besonders beim Wechsel zwischen Funkzellen und beim Umgang mit mehreren Endgeräten im Haushalt.
Wenn das Signal gut ist, aber alles trotzdem langsam bleibt
Dann solltest du die Funkstrecke nicht mehr als Hauptverdächtigen behandeln. In diesem Fall kann der Anschluss selbst der Engpass sein, etwa bei hoher Auslastung, schwacher Providerleistung oder vielen parallelen Nutzern. Auch ein alter Router, ein überlastetes Endgerät oder ein Hintergrunddownload können die Geschwindigkeit drücken.
Für die Diagnose hilft der Vergleich: Direkt am Router messen, dann am Repeater messen, dann mit einem zweiten Gerät gegenprüfen. Wenn alle Werte ähnlich niedrig sind, liegt die Ursache eher außerhalb des Repeaters. Wenn die Werte nur hinter dem Repeater einbrechen, ist das Funk-Setup selbst der Ansatzpunkt.
Manchmal ist die Situation sogar gemischt. Das WLAN ist stärker, aber der Ping steigt. Downloads laufen halbwegs, Spiele oder Videokonferenzen ruckeln. Dann ist der Repeater zwar als Reichweitenlösung brauchbar, für empfindliche Anwendungen aber keine optimale Wahl.
Wohin du als Nächstes schauen solltest
Die beste Reihenfolge bleibt einfach: erst messen, dann verschieben, dann anpassen. Ein paar Meter Standortwechsel bewirken oft mehr als jede Menüänderung. Wenn das nicht reicht, lohnt sich der Wechsel auf ein Gerät mit besserer Funktechnik, zusätzlichem Backhaul oder Kabelanbindung.
Am Ende ist die wichtigste Erkenntnis leicht zu merken: Ein Repeater erweitert den Empfangsbereich, aber er vergrößert nicht automatisch die nutzbare Geschwindigkeit. Wer diese Grenze kennt, plant sein Heimnetz entspannter und trifft bessere Entscheidungen bei Kauf, Platzierung und Ausbau.
Die richtige Erwartung an ein schwächeres oder stärkeres WLAN
Ein WLAN Repeater erweitert vor allem die Reichweite eines bestehenden Funknetzes. Er nimmt das vorhandene WLAN auf und gibt es erneut aus, damit auch weiter entfernte Räume noch erreichbar bleiben. Dadurch wird die Versorgung oft deutlich stabiler, doch die verfügbare Datenrate bleibt an die Qualität der ursprünglichen Verbindung gebunden. Genau an dieser Stelle liegt der häufigste Denkfehler: Mehr Abdeckung bedeutet nicht automatisch mehr Tempo.
Die Geschwindigkeit hängt nicht nur vom Endgerät ab, sondern von der gesamten Funkstrecke zwischen Router, Repeater und verbundenem Gerät. Jeder zusätzliche Übergabepunkt beansprucht Luftzeit im WLAN. Wenn der Repeater denselben Funkkanal für Empfang und Weitergabe nutzt, teilt er sich diese Zeit mit allen anderen Teilnehmern. Das merkt man besonders bei großen Downloads, Videokonferenzen, Cloud-Synchronisationen und Streaming in hoher Auflösung.
Wichtig ist daher die Unterscheidung zwischen Signalstärke und Durchsatz. Eine gute Balkenanzeige am Laptop oder Smartphone sagt zunächst nur, dass das Gerät den Repeater gut erreicht. Ob Daten dabei auch schnell genug übertragen werden, entscheidet sich erst in der Praxis. Wer diese beiden Werte sauber trennt, kann das Netz viel zielgerichteter optimieren.
Was der Repeater leistet und was nicht
Ein Repeater ist sinnvoll, wenn einzelne Räume bislang nur schwach oder gar nicht versorgt werden. Er überbrückt Funklöcher, verbessert die Erreichbarkeit von Geräten und verhindert, dass sich Endgeräte ständig zwischen brauchbarem und unbrauchbarem Empfang bewegen. Für viele Haushalte reicht das bereits aus, um eine alltagstaugliche Verbindung herzustellen.
Er ersetzt jedoch keinen leistungsfähigen Hauptrouter und auch keine kabelgebundene Infrastruktur. Läuft der Repeater selbst nur mit einem schwachen Eingangssignal, übernimmt er diese Schwäche einfach mit. Dann wird zwar das Netz weitergetragen, aber nicht die Qualität verbessert. Das gilt besonders in Gebäuden mit dicken Wänden, vielen Störquellen oder mehreren Etagen.
- Er erhöht die Reichweite des WLANs.
- Er verbessert die Erreichbarkeit in Randbereichen.
- Er kann ein instabiles Funkloch ausgleichen.
- Er vervielfacht nicht die verfügbare Internetgeschwindigkeit.
So findest du den passenden Aufstellort
Der wichtigste Hebel ist fast immer der Standort. Ein Repeater gehört nicht dorthin, wo der Empfang bereits schlecht ist, sondern in den Bereich, in dem er noch ein sauberes Signal vom Router bekommt und gleichzeitig den Zielraum gut abdecken kann. Ist er zu nah am Router, verbessert er die Reichweite kaum. Ist er zu weit entfernt, übernimmt er bereits ein zu schwaches und störanfälliges Signal.
Für die Suche nach dem besten Platz hilft ein schrittweises Vorgehen. Starte in der Mitte zwischen Router und Problemzone und prüfe dann das Ergebnis mit einem Notebook oder Smartphone. Verschiebe das Gerät in kleinen Abständen, bis Empfang und nutzbare Geschwindigkeit zusammenpassen. Gerade bei mehreren Wänden oder Decken lohnt es sich, auch höhere Positionen wie eine freie Steckdose im Flur zu testen.
- Repeater zunächst in Router-Nähe einrichten.
- Dann in Richtung des Zielraums versetzen.
- In jedem Schritt Verbindung und Tempo prüfen.
- Den Punkt wählen, an dem Empfang und Stabilität zusammenpassen.
Diese Einstellungen sorgen oft für spürbar bessere Werte
Viele Geräte bieten Funktionen, die im Alltag zu wenig beachtet werden. Besonders hilfreich ist ein getrenntes 2,4-GHz- und 5-GHz-Verhalten, sofern das Modell und die Umgebung das sinnvoll zulassen. 2,4 GHz erreicht meist weiter entfernte Bereiche, ist aber stärker ausgelastet. 5 GHz liefert häufig bessere Datenraten, hat jedoch eine kürzere Reichweite. Die beste Wahl hängt davon ab, welche Strecke der Repeater überbrücken soll.
Auch die Wahl des WLAN-Namens spielt eine Rolle. Einige Setups arbeiten mit derselben SSID wie der Hauptrouter, andere mit einem eigenen Netzname. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Ein einheitlicher Name erleichtert das Roaming, während ein eigener Name beim Testen und bei der Fehlersuche oft transparenter ist. Wichtig ist vor allem, dass das Endgerät nicht ständig zwischen zwei schwachen Quellen hin- und herwechselt.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Verwaltungsoberfläche des Repeaters. Dort finden sich oft Optionen für Betriebsart, Funkkanal, Mesh-Anbindung, Zeitschaltung oder Priorisierung. Ein automatischer Kanal klingt bequem, ist aber nicht immer die beste Lösung in dicht belegten Umgebungen. In vielen Wohnungen führt ein weniger ausgelasteter Kanal zu einem stabileren Gesamtergebnis als eine rein theoretisch hohe Signalqualität.
- 2,4 GHz für größere Reichweite und durchdringende Signale.
- 5 GHz für höhere Datenraten auf kürzeren Strecken.
- Mesh-Funktion nutzen, falls Router und Repeater dazu passen.
- Automatische oder manuelle Kanalwahl je nach Funkumgebung prüfen.
Wenn das WLAN im Zielraum trotzdem schwankt
Manchmal steht der Repeater gut, die Oberfläche zeigt ordentliche Werte und dennoch brechen Anwendungen ein. Dann lohnt sich der Blick auf die Störquellen im Umfeld. Mikrowellen, Babyphones, Bluetooth-Geräte, dichte Nachbar-WLANs und schlecht abgeschirmte Haushaltsgeräte können das Funkspektrum belasten. Auch metallische Flächen, Spiegel oder Wasserbehälter beeinflussen die Ausbreitung stärker, als viele erwarten.
In solchen Fällen hilft oft nicht mehr Sendeleistung, sondern eine bessere Funkplanung. Ein Wechsel des Standorts um wenige Meter kann die Verbindung stärker stabilisieren als jede zusätzliche Konfiguration. Wer ein Notebook oder Smartphone zur Hand hat, sollte verschiedene Punkte testen und dabei die tatsächliche nutzbare Geschwindigkeit prüfen, nicht nur die angezeigte Verbindungsqualität. Erst so wird sichtbar, ob der Engpass am Repeater, am Router oder an der Umgebung liegt.
Falls der Repeater mehrere Betriebsmodi anbietet, ist auch die Anbindung an den Router entscheidend. Ein Gerät mit Ethernet-Anschluss lässt sich bei vielen Modellen per LAN-Backhaul einbinden. Das ist oft die beste Lösung, weil der Repeater dann nicht mehr gleichzeitig empfangen und senden muss. Die Funkstrecke zu den Endgeräten bleibt bestehen, aber der Engpass zwischen Router und Repeater entfällt weitgehend.
Weg zur besseren Gesamtleistung
Wer dauerhaft mehr Tempo im Hausnetz braucht, sollte die Verbindungskette als Ganzes betrachten. Zuerst zählt die Qualität des Hauptrouters, dann die Strecke zum Repeater und erst danach das Endgerät. Ein schnelles WLAN im Nebenraum nützt wenig, wenn der Router an ungünstiger Stelle steht oder der Repeater in einer Funknische hängt. Sinnvoll ist deshalb eine kurze Reihenfolge der Prüfung, bevor ein neues Gerät gekauft wird.
- Router-Standort auf zentrale und freie Funkabstrahlung prüfen.
- Repeater dort platzieren, wo noch gutes Ausgangssignal anliegt.
- Störquellen in der Nähe des Geräts reduzieren.
- Funkband, Kanal und Betriebsart passend einstellen.
- Bei hohem Anspruch auf LAN- oder Mesh-Anbindung wechseln.
Diese Reihenfolge spart unnötige Experimente und bringt meist schneller ein stabiles Ergebnis. In vielen Fällen reicht schon eine bessere Position oder eine saubere Kopplung an den Router, damit das Netz nicht nur weiter, sondern auch gleichmäßiger arbeitet. Erst wenn diese Grundlagen stimmen, lohnt sich der Blick auf leistungsstärkere Hardware oder auf ein komplett anderes Netzkonzept.
Häufige Fragen zum WLAN-Repeater und zur Geschwindigkeit
Warum wird die Verbindung zwar stabiler, aber nicht schneller?
Ein WLAN Repeater übernimmt das vorhandene Funksignal und gibt es weiter. Dabei teilt er sich die verfügbare Funkkapazität mit dem Router, weshalb die Reichweite oft steigt, die Datenrate aber nicht automatisch wächst.
Wie stark sinkt die Geschwindigkeit durch einen Repeater?
Das hängt vom Gerät, vom Frequenzband und von der Qualität der Verbindung zum Router ab. Bei vielen klassischen Modellen fällt die nutzbare Geschwindigkeit spürbar geringer aus, weil Senden und Empfangen über denselben Funkweg laufen.
Wo sollte ein Repeater stehen, damit er am besten arbeitet?
Der Platz sollte weder zu nah am Router noch zu weit davon entfernt sein. Ideal ist ein Standort, an dem der Repeater noch ein gutes Signal empfängt und den schwachen Bereich trotzdem sauber abdecken kann.
- nicht in der Funktotzone, sondern am Rand des guten Empfangs
- möglichst frei von dicken Wänden, Metallflächen und großen Elektrogeräten
- erhöht aufgestellt statt auf dem Boden versteckt
Welche Einstellung hilft bei der Optimierung am meisten?
Wichtig ist die Wahl des passenden Funkbands. 2,4 GHz reicht weiter, ist aber oft stärker belastet, während 5 GHz mehr Tempo bietet, dafür jedoch kürzer reicht.
Sollte man den Repeater per WLAN oder per Kabel anbinden?
Eine Verbindung per Netzwerkkabel ist meist deutlich besser, weil der Repeater dann nicht den gesamten Funkweg teilen muss. In diesem Fall arbeitet er eher als Zugangspunkt und liefert häufig die deutlich stabilere Leistung.
Warum läuft Video oder Gaming trotz guter Anzeige nicht sauber?
Eine starke Balkenanzeige sagt nur etwas über die Funkstärke aus, nicht über die freie Datenkapazität. Zusätzliche Geräte im Netz, ungünstige Kanäle oder ein schwacher Uplink zum Router bremsen die Datenübertragung trotzdem aus.
Wie prüfe ich, ob der Router selbst das eigentliche Problem ist?
Teste ein schnelles Endgerät direkt neben dem Router und vergleiche die Werte mit einem Gerät im Repeater-Bereich. Bleibt die Verbindung auch direkt am Router langsam, liegt die Ursache eher am Anschluss, an der Routerleistung oder an den Einstellungen des Heimnetzes.
Welche Routerfunktionen sind für ein besseres Ergebnis hilfreich?
Ein moderner Router mit Mesh-Unterstützung, Band-Steering und getrennten Funkbändern kann die Funkverteilung verbessern. Auch eine saubere Kanalwahl und aktuelle Firmware helfen dabei, Störungen zu reduzieren.
Ist ein zweiter Router besser als ein Repeater?
In vielen Häusern ja, vor allem wenn ein Netzwerkkabel zwischen den Etagen oder Räumen möglich ist. Dann verteilt ein Access Point das WLAN meist gleichmäßiger und ohne den typischen Geschwindigkeitsverlust eines reinen Repeaters.
Wie kann ich das vorhandene Setup ohne großen Aufwand verbessern?
Beginne mit einem Standortwechsel, prüfe das richtige Funkband und trenne möglichst viele Störquellen aus dem direkten Umfeld. Danach lohnt sich ein Blick in die Routeroberfläche, um Kanal, Sendeleistung und Firmware zu kontrollieren.
Wann ist ein neuer Repeater sinnvoll?
Ein neueres Gerät lohnt sich, wenn dein aktueller Repeater nur alte Standards unterstützt oder kein modernes Mesh-Verhalten bietet. Mehrere Antennen, Gigabit-Anschluss und Unterstützung für aktuelle WLAN-Standards können die Stabilität deutlich verbessern.
Fazit
Ein Repeater verbessert die Reichweite des WLANs, ersetzt aber keine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur und hebt die Übertragungsrate nicht automatisch an. Wer langsame Verbindungen erlebt, sollte deshalb zuerst Router, Standort, Funkband und mögliche Störquellen prüfen. In vielen Fällen bringt ein Access Point mit Kabelanbindung oder ein moderneres Mesh-System das deutlich bessere Ergebnis.