TP-Link Archer zeigt Internet, aber keine Apps funktionieren – so prüfst du DNS und Uhrzeit

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 29. Mai 2026 16:34

Wenn dein TP-Link Archer „Internet“ meldet, Apps aber trotzdem nicht laden, steckt die Ursache oft in DNS, Uhrzeit oder einer fehlerhaften Netzwerkkonfiguration. Die Verbindung zum Anschluss ist dann vorhanden, doch einige Dienste können keine saubere Verbindung zu ihren Servern aufbauen.

Genau deshalb lohnt sich zuerst der Blick auf DNS und Systemzeit. Beides sind kleine Einstellungen mit großer Wirkung: Ist der DNS-Resolver falsch oder die Uhrzeit deutlich daneben, sehen viele Apps aus, als wäre das Internet kaputt, obwohl der Router eigentlich online ist.

Warum der Router online wirkt, Apps aber schweigen

Ein Router kann problemlos eine Verbindung zum Provider haben und trotzdem dafür sorgen, dass einzelne Apps ins Leere laufen. Das passiert häufig dann, wenn das Gerät zwar eine IP-Adresse bekommt, aber Namen wie App-Server, Login-Dienste oder Inhaltsserver nicht zuverlässig aufgelöst werden.

DNS ist dabei der Telefonbuchdienst des Internets. Eine App fragt nicht einfach nach „dem Internet“, sondern nach einer Domain wie api.beispieldienst.de. Wenn die DNS-Antwort fehlt, falsch ist oder zu langsam kommt, bleibt die App hängen, obwohl Webseiten im Browser vielleicht noch irgendwie laden.

Die Uhrzeit spielt ebenfalls eine größere Rolle, als viele vermuten. Moderne Apps nutzen verschlüsselte Verbindungen. Ist die Uhr des Geräts oder des Routers stark falsch eingestellt, können Zertifikate ungültig wirken, Anmeldungen fehlschlagen oder Verbindungen still abgewiesen werden.

Das Bild ist dann oft verwirrend: Der Router zeigt Erfolg, das Smartphone oder der Laptop meldet WLAN-Verbindung, und trotzdem funktioniert weder die Banking-App noch der Messenger sauber. In solchen Fällen ist der Fehler häufig nicht der Anschluss selbst, sondern die Art, wie Namen und Zeit im Netz verarbeitet werden.

So gehst du bei der Diagnose sinnvoll vor

Die sauberste Reihenfolge ist: erst prüfen, ob nur einzelne Apps betroffen sind, dann DNS testen, danach Uhrzeit und erst am Ende tiefere Netzwerkeinstellungen anfassen. Wer sofort den Router zurücksetzt, verschleiert oft die Ursache und macht die Fehlersuche länger als nötig.

  1. Prüfe, ob Webseiten im Browser laden und nur Apps Probleme machen.
  2. Vergleiche WLAN und mobiles Netz auf demselben Gerät.
  3. Kontrolliere DNS-Einstellungen am Router und am Endgerät.
  4. Prüfe Datum und Uhrzeit am Router sowie auf dem betroffenen Gerät.
  5. Starte Router und Gerät neu, damit neue Werte wirklich übernommen werden.

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil sie die wahrscheinlichsten Ursachen zuerst abarbeitet. Wenn Browserseiten gehen, Apps aber nicht, ist das oft ein Hinweis auf DNS, Zertifikate oder eine App-spezifische Störung. Wenn dagegen gar nichts lädt, liegt der Fehler eher tiefer im Anschluss, im WLAN oder in der Provider-Verbindung.

DNS am Archer prüfen und sinnvoll setzen

DNS ist bei solchen Fehlern der erste große Verdacht. Viele Router übernehmen DNS automatisch vom Anbieter, und das funktioniert im Alltag meist gut. Sobald aber einzelne Abfragen hängen bleiben, Umleitungen fehlschlagen oder ein Anbieter-Server träge reagiert, brechen Apps häufiger ab als Browserseiten.

Im Router-Menü findest du die DNS-Einstellungen je nach Modell meist im Bereich Internet, Netzwerk, WAN oder Erweitert. Dort gibt es oft die Auswahl zwischen „Automatisch“ und „Manuell“. Für die Fehlersuche ist manuell oft hilfreich, weil du damit testweise saubere öffentliche DNS-Server eintragen kannst.

Wichtig ist dabei: Du änderst nicht die Internetverbindung selbst, sondern nur die Namensauflösung. Das ist in der Regel reversibel und eine der sichereren Diagnosemaßnahmen. Wenn danach alles läuft, war der Router-DNS sehr wahrscheinlich die Schwachstelle.

Typisch sinnvoll sind zwei Server als Paar, damit bei einem Ausfall der zweite einspringen kann. Viele Nutzer testen zunächst die vom Anbieter gelieferten Adressen erneut, wechseln dann bei Bedarf auf bekannte öffentliche DNS-Server und beobachten, ob sich App-Fehler und Anmeldeprobleme bessern. Wenn nach einem Wechsel nur einzelne Dienste noch zicken, steckt die Ursache oft eher in der App selbst oder in einem Filter im Heimnetz.

Achte dabei auf Sonderfälle. Manche Haushalte nutzen Kindersicherung, Werbefilter, Safe-Browsing-Funktionen oder Heimnetz-Filter in der Routeroberfläche. Solche Funktionen greifen ebenfalls in die DNS-Auflösung ein und können Apps stören, die besonders streng auf Erreichbarkeit oder Zertifikate reagieren.

DNS am Endgerät nicht übersehen

Auch wenn der Router korrekt eingerichtet ist, kann das Problem auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop liegen. Viele Geräte speichern DNS-Caches, eigene Netzprofile oder manuell gesetzte DNS-Server. Dann bekommt das Gerät zwar Internet über den Archer, fragt aber weiterhin falsche oder alte DNS-Werte ab.

Anleitung
1Prüfe, ob Webseiten im Browser laden und nur Apps Probleme machen.
2Vergleiche WLAN und mobiles Netz auf demselben Gerät.
3Kontrolliere DNS-Einstellungen am Router und am Endgerät.
4Prüfe Datum und Uhrzeit am Router sowie auf dem betroffenen Gerät.
5Starte Router und Gerät neu, damit neue Werte wirklich übernommen werden.

Auf einem Smartphone lohnt sich deshalb der Blick in das WLAN-Profil des betroffenen Netzes. Dort finden sich oft erweiterte Einstellungen wie statische DNS-Server, privates DNS oder Sicherheitsoptionen. Auf einem Computer können Netzadapter-Einstellungen, VPN-Software oder Sicherheitsprogramme dieselbe Wirkung haben.

Ein sauberer Zwischenschritt ist meist, das WLAN-Profil zu löschen und die Verbindung neu anzulegen. Dadurch werden alte DNS-Werte, fehlerhafte Zertifikatserinnerungen und kaputte Profile oft entfernt. Wenn danach die Apps wieder normal arbeiten, war die Ursache eher im Gerät als im Router.

Wenn du ein privates DNS auf dem Endgerät aktiviert hast, kann das besonders auffällig werden. Dann umgeht das Gerät den Router-DNS teilweise und benutzt einen anderen Resolver. Ein falsch eingetragener oder blockierter DNS-Dienst reicht dann schon, um App-Verbindungen zu brechen, obwohl Webseiten noch halbwegs erreichbar sind.

Die Uhrzeit sauber abgleichen

Die Uhrzeit ist der zweite Punkt, den du ernst nehmen solltest. Viele Apps prüfen beim Verbindungsaufbau Zertifikate und Zeitstempel. Ist die Systemzeit des Routers oder des Endgeräts deutlich falsch, kann eine sichere Verbindung als unsicher erscheinen und ohne sichtbare Erklärung scheitern.

Bei Routern kommt eine falsche Uhrzeit manchmal nach einem Neustart, nach einem Stromausfall oder bei deaktivierter automatischer Zeitsynchronisation vor. Dann stimmt zwar die Verbindung ins Netz, aber Protokolle, Sicherheitsprüfungen und manche Weiterleitungen arbeiten mit falschen Zeitwerten. Das sieht im Alltag aus, als würde der Router „Internet“ haben und trotzdem Dienste blockieren.

Prüfe deshalb die Zeitzone, die automatische Zeitsynchronisation und die Sommerzeit-Einstellung. Wenn der Archer die Uhr per NTP beziehen kann, sollte das aktiviert sein. NTP ist das normale Zeitprotokoll im Netz und sorgt dafür, dass Uhrzeit und Datum regelmäßig abgeglichen werden.

Auch das Endgerät muss stimmen. Ein Smartphone mit deaktivierter automatischer Zeit oder ein Laptop mit falscher Zeitzone kann Apps genau so ausbremsen wie ein Router mit falscher Uhr. Das ist besonders dann relevant, wenn ein Gerät lange aus war, der Akku komplett leer war oder das System nach einem Update die Zeiteinstellung verloren hat.

WLAN, Sicherheit und Filter als stille Störenfriede

Wenn DNS und Uhrzeit passen, aber einzelne Apps weiter aussteigen, lohnt sich der Blick auf Sicherheits- und Filterfunktionen im Heimnetz. Manche Router schalten Inhalte über Jugendschutz, Werbeschutz, Malware-Schutz oder Zugriffsbeschränkungen um. Das ist nützlich, kann aber einzelne App-Server versehentlich mit blockieren.

Auch ein Gastnetzwerk oder eine Gerätepriorisierung kann Nebenwirkungen haben. Einige Apps erwarten stabile Erreichbarkeit, mehrere Verbindungen oder bestimmte Ports. Wenn ein Filter nur einen Teil davon durchlässt, entsteht der Eindruck eines kaputten Internets, obwohl das WLAN technisch stabil läuft.

Das gilt ebenso für VPN-Verbindungen auf dem Gerät. Ein aktives VPN ändert DNS, Routing und manchmal sogar Zertifikatsprüfungen. Wenn Apps nur im Heimnetz ausfallen, im mobilen Netz aber funktionieren, ist ein VPN oder ein Schutzprofil ein ernstzunehmender Kandidat.

Ein häufiger Irrtum ist auch der Blick nur auf das WLAN-Signal. Eine starke Verbindung bedeutet noch nicht, dass Namensauflösung, Zeitabgleich und verschlüsselte Verbindungen sauber arbeiten. Gerade bei solchen Symptomen ist die Signalstärke eher Nebensache.

Eine kurze Reihenfolge für die schnelle Eingrenzung

Wenn du zügig herausfinden willst, wo der Fehler steckt, hilft eine einfache Abfolge. Sie trennt Routerproblem, Geräteproblem und App-Problem erstaunlich zuverlässig.

  • Starte den Archer neu und prüfe danach Datum, Uhrzeit und DNS.
  • Teste dieselbe App einmal im WLAN und einmal über Mobilfunk.
  • Öffne zwei bis drei verschiedene Apps, nicht nur eine einzige.
  • Teste zusätzlich einen normalen Browser mit einer bekannten Website.
  • Entferne bei Bedarf das WLAN-Profil am Gerät und verbinde dich neu.

Wenn nur eine App spinnt, liegt die Ursache oft bei dieser App selbst, bei ihrem Konto oder bei ihrem Server. Wenn mehrere Apps denselben Fehler zeigen, ist DNS, Zeit oder ein Filter im Netz deutlich wahrscheinlicher. Wenn alle Webseiten und Apps im Mobilfunk laufen, im Heimnetz aber nicht, ist das Heimnetz der Ort, an dem du weiter suchen solltest.

Typische Fehlannahmen, die Zeit kosten

Ein verbreiteter Denkfehler ist die Annahme, dass „Internet vorhanden“ automatisch bedeutet, dass alle Dienste laufen. In Wahrheit kann ein Router den Anschluss perfekt sehen und trotzdem durch DNS, Zeit oder Filter einzelne Verbindungen ausbremsen. Der Status im Router ist also nur ein Teil der Wahrheit.

Ein anderer Trugschluss ist, sofort den Anbieter zu verdächtigen. Natürlich kann der Anbieter eine Störung haben, aber wenn nur Apps betroffen sind und Webseiten teilweise noch funktionieren, spricht vieles zuerst für ein lokales Problem. Die lokale Prüfung spart Rückfragen, Wartezeit und unnötige Baustellen.

Ebenso beliebt ist die schnelle Neuinstallation aller Apps. Das kann helfen, wenn eine App selbst beschädigt ist, löst aber ein DNS- oder Zeitproblem im Heimnetz gar nicht. Wer die Ursache im Netz übersieht, installiert sich am Ende durch halbe Geräte neu, ohne den eigentlichen Fehler zu treffen.

Merke dir deshalb die Reihenfolge: erst Namensauflösung, dann Zeit, dann Filter, dann App. Diese Reihenfolge ist in der Praxis oft die schnellste Linie zur Lösung.

Wenn der Archer selbst die Ursache ist

Es gibt Fälle, in denen der Router die DNS-Anfragen zwar weiterleitet, aber instabil arbeitet. Das kann nach Firmware-Wechseln, langen Laufzeiten, fehlerhaften Einstellungen oder Konflikten mit einem vorgeschalteten Modem passieren. Dann sind die Symptome wechselhaft: mal läuft alles, mal laden nur einige Apps, mal scheitern Logins.

Ein Firmware-Update kann helfen, wenn der Hersteller einen Fehler in der DNS-Weiterleitung, Zeitsynchronisation oder Kindersicherung behoben hat. Vor einem Update solltest du aber die aktuelle Konfiguration dokumentieren, damit du wichtige Werte notfalls wiederherstellen kannst. Das ist besonders sinnvoll bei manuell gesetzten DNS-Servern, Portfreigaben und WLAN-Sonderkonfigurationen.

Wenn der Router lange nicht neu gestartet wurde, kann schon ein sauberer Neustart messbar helfen. Dabei wird kein kompletter Werksreset durchgeführt. Der Neustart ist die reversible Variante und deshalb der bessere erste Schritt.

Erst wenn DNS, Uhrzeit, Filter und Neustart keine Besserung bringen, ist ein Werksreset ein Thema. Das ist der letzte saubere Schritt, weil danach WLAN-Namen, Passwörter und viele Spezialfunktionen neu eingerichtet werden müssen. Für die meisten Fälle ist das aber gar nicht nötig.

Woran du erkennst, dass die Lösung wirkt

Eine gute Lösung zeigt sich schnell an kleinen, aber klaren Zeichen. Apps melden sich wieder an, Inhaltsbereiche laden ohne Hänger, Login-Masken erscheinen normal und Push-Dienste arbeiten ohne ständiges Nachladen. Auch Webseiten mit sicherer Verbindung öffnen sich wieder ohne Zertifikatswarnung.

Wenn du DNS geändert hast, dauert es manchmal ein paar Minuten, bis alte Cache-Werte verschwinden. Ein Neustart des Routers und des Endgeräts beschleunigt diesen Übergang. Bleibt der Fehler danach bestehen, sollte die Suche wieder eine Stufe tiefer ansetzen: Gerät, VPN, Filter oder App-Profil.

Bei Zeitproblemen zeigt sich die Besserung oft sofort nach der Synchronisation. Wenn die Uhr danach wieder sauber läuft und Apps plötzlich starten, war die Ursache erstaunlich unscheinbar. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf diese kleinen Grundlagen immer zuerst.

Wenn mehrere Geräte betroffen sind

Sind mehrere Smartphones, Laptops oder Fernseher im selben Netz betroffen, ist das ein starkes Signal für ein Router- oder DNS-Problem. Dann liegt der Fehler meist nicht in einem einzelnen Profil, sondern in einer gemeinsamen Stelle: Router-DNS, Zeitserver, Filter oder Verbindung zum Internetanbieter.

Wenn dagegen nur ein Gerät ausfällt, liegt die Ursache häufiger am Gerät selbst. Dann sind ein beschädigtes WLAN-Profil, ein aktives VPN, eine manuell veränderte DNS-Einstellung oder ein falscher Zeitabgleich die üblichen Kandidaten. Diese Unterscheidung spart oft viel Suchzeit.

Für Haushalte mit vielen Geräten gilt deshalb eine einfache Faustregel: erst das gemeinsame Netz prüfen, dann das einzelne Endgerät. So vermeidest du es, an fünf Geräten dieselben Einstellungen zu suchen, obwohl der Fehler nur an einer Stelle sitzt.

Fragen & Antworten

Warum zeigen Apps Fehler, obwohl der Router Internet hat?

Weil der Router nur die Verbindung zum Netz bestätigt, aber noch nichts über DNS, Zeit oder App-spezifische Prüfungen sagt. Apps brauchen oft saubere Namensauflösung und korrekte Sicherheitsprüfung, sonst brechen sie ab, obwohl der Anschluss online wirkt.

Hilft es, DNS im Router manuell einzutragen?

Ja, das ist einer der sinnvollsten Tests bei solchen Symptomen. Wenn nach einer manuellen DNS-Vorgabe Apps wieder laufen, war die automatische Auflösung vermutlich die Schwachstelle.

Wie wichtig ist die Uhrzeit wirklich?

Sehr wichtig, vor allem bei verschlüsselten Verbindungen und Logins. Schon eine deutlich falsche Zeit kann dazu führen, dass Zertifikate und Sitzungen ungültig wirken.

Muss ich dafür den Router zurücksetzen?

Meistens nein. Ein Reset ist erst sinnvoll, wenn DNS, Uhrzeit, Neustart und Filterprüfung keine Besserung bringen.

Können Kindersicherung oder Jugendschutz Apps blockieren?

Ja, solche Funktionen greifen oft in DNS und Erreichbarkeit ein. Manche Dienste werden dadurch nur teilweise oder gar nicht geladen, obwohl WLAN und Internet grundsätzlich laufen.

Was ist sicherer: öffentliche DNS-Server oder die vom Anbieter?

Beides kann funktionieren. Für die Fehlersuche sind öffentliche DNS-Server oft praktisch, weil sie eine saubere Vergleichsbasis schaffen. Im Dauerbetrieb kommt es darauf an, was im jeweiligen Netz stabiler arbeitet.

Warum funktioniert der Browser, aber keine App?

Browser sind oft toleranter und zeigen Fehler anders an. Apps prüfen zusätzlich Kontoanmeldung, Zertifikate, Hintergrunddienste und manchmal eigene Server, weshalb sie empfindlicher reagieren.

Wie lange dauert die Prüfung von DNS und Uhrzeit?

Für einen ersten Durchgang reichen oft 10 bis 20 Minuten. Wenn du zusätzlich WLAN-Profile und Geräteseinstellungen kontrollierst, kann es etwas länger dauern, bleibt aber immer noch überschaubar.

Kann ein VPN das Problem auslösen?

Ja, ein VPN verändert den Datenweg und häufig auch die DNS-Auflösung. Wenn Apps im Heimnetz ausfallen, lohnt sich ein Test ohne VPN besonders.

Was mache ich, wenn nur ein einzelnes Gerät betroffen ist?

Dann prüfst du zuerst das WLAN-Profil, private DNS-Einstellungen, VPN und die automatische Uhrzeit auf diesem Gerät. Wenn das nicht reicht, ist ein neues Netzwerkprofil oft der schnellste saubere Test.

Welche Lösung ist im Alltag am praktikabelsten?

Am praktikabelsten ist meist die Kombination aus DNS prüfen, Uhrzeit abgleichen und Router sowie Gerät neu verbinden. Das behebt viele Fälle, ohne tief in Spezialmenüs oder aufwendige Rücksetzungen zu gehen.

Am Ende lässt sich das Problem in vielen Fällen mit wenigen sauberen Schritten eingrenzen. DNS und Uhrzeit sind dabei die beiden Stellen, an denen man überraschend oft fündig wird. Wer diese Punkte ruhig und systematisch prüft, bringt Apps meist schneller wieder ans Laufen, als es auf den ersten Blick wirkt.

FAQ

Woran liegt es oft, wenn der Archer online ist, aber Apps keine Verbindung bekommen?

Meist hängt das Problem an der Namensauflösung oder an einer fehlerhaften Zeitbasis. Der Router baut dann zwar eine Verbindung ins Internet auf, doch Apps scheitern beim Aufruf ihrer Server oder bei verschlüsselten Verbindungen.

Wie prüfe ich zuerst, ob DNS die Ursache ist?

Öffne auf dem Router die DNS-Einstellungen und notiere, welche Server eingetragen sind. Testweise hilft oft ein Wechsel auf zwei erreichbare Server, etwa vom Anbieter oder auf bekannte öffentliche Resolver, damit du einen Vergleich hast.

Welche Einstellung am TP-Link Archer ist für die Uhrzeit wichtig?

Im Bereich für Systemzeit oder Zeiteinstellungen sollte die Zeitzone zum Standort passen und der NTP-Abgleich aktiv sein. Nur so stimmen Zertifikate, Protokolle und Verbindungen zu Diensten, die eine korrekte Uhrzeit erwarten.

Reicht es, den Browser zu testen, um die Verbindung zu beurteilen?

Nein, denn der Browser kann noch funktionieren, obwohl einzelne Apps bereits scheitern. Sinnvoll ist ein Test mit mehreren Diensten, etwa Messenger, Streaming-App und einer App mit Login, weil unterschiedliche Protokolle unterschiedlich reagieren.

Warum helfen manche Apps erst nach einem Neustart des Routers oder des Handys?

Beim Neustart werden alte DNS-Einträge, Sitzungscaches und Zeitinformationen oft neu geladen. Dadurch kann sich das Verhalten sofort ändern, ohne dass die eigentliche Ursache schon vollständig beseitigt ist.

Sollte ich DNS nur am Router oder auch am Gerät prüfen?

Am besten kontrollierst du beides, weil ein Endgerät eigene DNS-Server oder automatische Netzwerkeinstellungen verwenden kann. Gerade Smartphones und Tablets übernehmen manchmal eigene Werte aus früheren WLAN-Profilen.

Wie finde ich heraus, ob Kindersicherung, Filter oder Jugendschutz eingreifen?

Suche im Archer-Menü nach Funktionen wie Zugriffskontrolle, Elternsteuerung, Inhaltsfiltern oder Sicherheitsregeln. Testweise schaltest du solche Regeln für kurze Zeit ab und prüfst danach, ob die Apps wieder normal arbeiten.

Können IPv6 oder gemischte Netzwerkeinstellungen die Ursache sein?

Ja, bei manchen Geräten entstehen Probleme, wenn IPv6 teilweise aktiv ist oder der Router und das Endgerät unterschiedliche Wege für DNS und Erreichbarkeit nutzen. Ein sauberer Test mit aktivem und anschließend testweise deaktiviertem IPv6 hilft bei der Eingrenzung.

Wie gehe ich vor, wenn nur ein Gerät betroffen ist?

Vergleiche dieses Gerät mit einem zweiten Gerät im selben WLAN und setze beim betroffenen Gerät das Netzwerprofil zurück. Danach prüfst du DNS, Uhrzeit, VPN, Filter und gespeicherte WLAN-Daten, weil genau dort oft der Unterschied liegt.

Wann ist ein Werksreset des Routers sinnvoll?

Ein Reset ist erst dann sinnvoll, wenn DNS, Zeit, Filter, Firmware und Kabelverbindung geprüft wurden und der Fehler weiter besteht. Vorher lohnt sich fast immer ein gezielter Blick in die Netzwerkeinstellungen, weil sich das Problem oft ohne komplette Neuinstallation beheben lässt.

Fazit

Bei einem Archer, der online wirkt, aber Apps nicht zuverlässig bedient, führen DNS und Systemzeit besonders oft zum Ziel. Wer diese beiden Punkte sauber prüft, zusätzlich Geräteseinstellungen und Filter kontrolliert und die Wirkung danach mit mehreren Apps testet, löst die meisten Fälle ohne Umwege. Bleibt der Fehler bestehen, liegt die Ursache meist in einer Routerfunktion, einer Gerätevorgabe oder einem fehlerhaften Netzwerkprofil.

Checkliste
  • Starte den Archer neu und prüfe danach Datum, Uhrzeit und DNS.
  • Teste dieselbe App einmal im WLAN und einmal über Mobilfunk.
  • Öffne zwei bis drei verschiedene Apps, nicht nur eine einzige.
  • Teste zusätzlich einen normalen Browser mit einer bekannten Website.
  • Entferne bei Bedarf das WLAN-Profil am Gerät und verbinde dich neu.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?
Noch keine Bewertung · 0 Bewertungen

Unsere Experten

Tobias Kramer

Tobias Kramer

Spezialisiert auf Router-Einrichtung, WLAN-Probleme und Heimnetzwerke. Tobias erklärt technische Lösungen verständlich und praxisnah.

Lukas Neumann

Lukas Neumann

Fokus auf Firmware, Sicherheit und Netzwerk-Optimierung. Lukas analysiert technische Hintergründe klar und strukturiert.

Schreibe einen Kommentar